Amalie Brust

Textilarbeiterin. Widerstandskämpferin. Hingerichtet.

* 1910   † 1944

 

Lebenslauf, Widerstand, KZ Ravensbrück, Verurteilung

Amalie Brust wurde am 12.6.1910 in Gutenfeld (Böhmen) geboren. Sie war als Textilarbeiterin tätig. Amalie Brust agierte nach 1934 für die “Rote Hilfe”. Ihre Verhaftung erfolgte am 24.9.1939. Am 27.11.1939 wurde sie in das KZ Ravensbrück überstellt. Am 21.1.1941 wurde sie vom Oberlandesgericht Wien wegen “Vorbereitung zum Hochverrat” zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt.

Amalie Brust hatte zwei Brüder, die als Freiwillige an der Seite der Spanischen Republik gekämpft haben. Alois fiel in Spanien, Paul kehrte nach Wien zurück.

Tod in Folge von Typhus?

Da sie bei einem Bombenalarm im Lager unterwegs gewesen ist, wurde sie in den Strafblock verbracht, wo sie Typhus bekommen haben und daran gestorben sein soll. Dies ist der amtsärztlichen Bescheinigung des SS Standortarztes von Ravensbrück vom 17.11.1944 zu entnehmen.

“Nach Besichtigung der Leiche am 17. November 1944 wird hierdurch amtlich bescheinigt, dass die vorstehend Genannte an Bauchtyphus, Bauchfellentzündung gestorben ist. Auf Grund der Leichenschau hat sich der Verdacht nicht ergeben, dass die Verstorbene eines nichtnatürlichen Todes gestorben sei.”

Aus der Anklageschrift vom 30.9.1940

“Die Angeschuldigten gehörten dem illegalen kommunistischen Jugendverband an und betätigten sich eifrig - insbesondere durch Verbreitung hochverräterischer Druckschriften - für kommunistische Ziele. Zum Teil standen sie auch mit Funktionären der illegalen KPÖ in Verbindung. (Leopold) Erb war Bezirksleiter des KJV für den 12. Wiener Gemeindebezirk (…) Die Angeschuldigte Brust sollte im Auftrag der KPÖ die Verbindung zu Erna Wimmer herstellen.”

Die Gedenkstätte auf der Gruppe 40, Zentralfriedhof

Laut einer Liste der MA 43 wurde die Urne im November 1975 vom Urnenhain der Feuerhalle Simmering in die Gruppe 40 exhumiert.

Weblinks und Quellen